Frau Burner denkt weiter laut.
Gestern ging es hier um den Mut zur Konfrontation. Um das Schwere, einem Menschen die Wahrheit zu sagen.
Heute Nacht hat meine Freundin kaum geschlafen. Angst, Unruhe, dieses dumpfe Gefühl in der Brust, als würde sich im Inneren alles gegen das wehren, was gestern ausgesprochen wurde.
Ich glaube nicht, dass das Zufall war.
Wenn wir anfangen, einen neuen Weg einzuschlagen, bleibt das selten unbemerkt. Es ist, als würde man ein eingespieltes System stören.
In der Bibel gibt es im Epheserbrief diese Passage, die davon spricht, dass wir nicht gegen Fleisch und Blut kämpfen, sondern gegen unsichtbare Mächte und die Finsternis. Man muss gar nicht tief theologisch sein, um zu spüren, was damit gemeint ist: Es gibt einen spürbaren Gegenwind, wenn man das Licht anknipst.
Und manchmal kommt dieser Gegenwind ganz unschuldig durch Menschen. Als leiser Spott, als plötzliches Schweigen oder als die dezente Skepsis von Freunden, die eigentlich nur wollen, dass alles so bleibt, wie es immer war. Weil Veränderung eben verunsichert.
Das Paradoxe daran? Dieser Widerstand ist eigentlich ein sehr gutes Zeichen. Er zeigt, dass sich etwas bewegt. Dass du einen Nerv getroffen hast.
Für mich ist das ein Stück weit Entlastung: Standhalten bedeutet nicht, dass ich ab jetzt perfekt und stark sein muss. Es bedeutet nur, den Weg trotzdem weiterzugehen – Schritt für Schritt.
Wie ist das bei dir?
Kennst du diesen plötzlichen Gegenwind, wenn du etwas veränderst? Kommt er bei dir eher als innerer Zweifel oder durch die Menschen um dich herum?
Schreibs mir gerne in die Kommentare.
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