
Kennst du dieses Gefühl, wenn du stundenlang an etwas gearbeitet hast – und plötzlich ist alles weg? Nicht wirklich weg. Aber unerreichbar. Und du weißt nicht warum.
Genau das passierte mir gestern Nacht.
Gestern Nacht fiel das Netz aus. Mehrere Stunden lang war meine Seite nicht erreichbar.
Die erste Reaktion:Panik.
Ich hatte stundenlang an meinem Blog gearbeitet, neues Design, neue Einstellungen – und plötzlich erreichte ich keinen Server mehr.
Der Gedanke kam sofort: Ich habe etwas kaputtgemacht.
Dann die Meldung: Es war eine großflächige Netzstörung. Nichts an meinem Laptop. Nichts an mir.
Und mein Körper entspannte sich.
Aber warum eigentlich erst dann?
Das Problem war nicht gelöst. Die Seite war immer noch nicht erreichbar. Der Ausfall dauerte weiter an.
Und trotzdem – Erleichterung.
Weil die Schuld woanders lag.
Das sagt viel über uns aus.
Wir fürchten nicht den Ausfall – wir fürchten die eigene Unzulänglichkeit. Solange das Chaos von außen kommt, können wir atmen. Wenn es aber von innen kommt, von unserem eigenen Tun, dann wird es unerträglich.
Die Bibel kennt dieses Muster. Adam versteckt sich nicht, weil er Angst vor dem Dunkel hat. Er versteckt sich, weil er weiß, dass er es war.
Vielleicht ist die eigentliche Frage nicht: Wie abhängig sind wir von der Technik? Sondern: Wie viel Schuld können wir ertragen – und vor wem?
„Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt.“ (1. Johannes 1,9)
Die wahre Erleichterung kommt nicht, wenn die Schuld woanders liegt.
Sie kommt, wenn sie angenommen – und vergeben wird.
Die Nacht endete, das Netz kam zurück, die Seite war wieder erreichbar.
Aber die Frage blieb: Was sagt es über mich, dass ich erst aufatmen konnte, als feststand – es war nicht ich?
Vielleicht lohnt es sich, genau dort zu verweilen. Nicht bei der Technik. Sondern bei uns selbst.
Wann hast du zuletzt aufgeatmet – weil die Schuld woanders lag?
Und was wäre, wenn du nicht auf diese Entlastung gewartet hättest?

(Bilder wurden mit KI erstellt )
11. Mai 2026
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