Sind wir nicht alle etwas paranoid ?

Eine christliche und philosophische Betrachtung

Die kritische Frage lautet: Wo hört gesunde Wachheit auf und wo beginnt die Paranoia, die uns lähmt und isoliert .

Wir leben in einem Zeitalter des Misstrauens . Alles und Jeder wird hinterfragt , nicht aus gesunder Skepsis, sondern vielmehr aus Angst . Jede Institution ist verdächtig und einige die anders denken können unser Misstrauen wecken.

Alles Mögliche wird hinterfragt .

Ist das noch normal wachsam oder schon Paranoia ?

Der bekannte Philosoph Aristoteles wusste :

Der Mensch brauch Vertrauen, um Gemeinschaft zu bilden.

Ohne Glaubwürdigkeit und Vertrauen zerfällt das Miteinander. Von daher ist dieses moderne Paranoia kein privates Problem . Sie ist ein politsches Syndrom .

Man könnte auch ergänzen , dass wer überall Kontrolle wittert, der hat sich bereits innerlich unterworfen . Die Angst vor Überwachung macht uns selbst zum Wächter unserer eigenen Gedanken .

Doch was sagt der Glaube dazu :

Auch die Bibel kennt Vorsicht – aber sie warnt scharf vor krankhaftem Misstrauen

Die Furcht des Menschen legt eine Schlinge ( Sprüche 29,25)

Christlich theologisch gesehen ist dies ein Vertrauensentzug gegenüber Gott – Die Überzeugung , dass niemand und nichts sicher ist . Auch Gott nicht .

Doch die christliche Kernbotschaft ist radikal anders :

Die Welt liegt in Händen ,die Wunden tragen !

Ein paranoides Christentum das überall den Teufel sieht , ist genauso krank wie eine paranoide Gesellschaft , die hinter allem Verschwörungen sieht .

Paranoia ist kein Zeichen von Klugheit, Stärke oder Klarheit .

Sie ist ein Glaubensverlust – An Gott, an den Menschen und an die Wahrheit selbst .

Die Antwort darauf ist nicht Naivität, sondern mutiges Vertrauen – das grösste Wagnis unserer Zeit !

Wie paranoid bist du ?


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